6 Tipps, die dir dabei helfen Entscheidungen zu treffen

Entscheidungen treffen: Mit diesen 6 Tipps geht’s leichter

Oh man, ich hab den Bildschirm jetzt schon seit knapp 90 Minuten offen und kann mich immer noch nicht entscheiden.

Fliege ich jetzt am Donnerstag oder am Montag?

Und was ist, wenn ich das jetzt buche und dann finde ich etwas Günstigeres?

Ob die andere Airline wohl doch besser ist?

Genau so ging es mir als ich meinen letzten Flug gebucht habe.

Ca. 20.000 Entscheidungen treffen wir jeden Tag – das ist eine ganze Menge und oftmals ist es uns gar nicht bewusst.

  • Fahr ich heute mit dem Auto oder mit der Bahn?
  • Essen wir heute Pizza oder Pasta?
  • Zieh ich die Sneakers oder die Stiefel an?

Hierbei handelt es sich um die einfachen Varianten.

Dann gibt es natürlich noch die Entscheidungen, die etwas komplexer sind, wie z.B.

  • Bleibe ich in meinem Job oder wage ich den Sprung in etwas Neues?
  • Gehe ich nach Übersee oder bleibe ich in Europa?
  • Trenne ich mich lieber von ihm oder versuchen wir es nochmal?
  • Investieren wir in ein Eigenheim oder bleiben wir zur Miete wohnen?

Wie triffst du deine Entscheidungen?

Vertraust du eher deinem Bauchgefühl oder hörst du auf deinen Verstand?

Es ist nicht immer einfach die „richtige“ Entscheidung zu treffen.

Wobei ich für mich entschieden habe, dass es sowieso kein falsch gibt. Entweder es war die richtige Entscheidung oder ich lerne etwas daraus.

Zumal du bei den meisten Entscheidungen ja eh nochmal die Möglichkeit hast diese auszubessern, wenn sie nicht das Ergebnis mit sich bringen, welches du dir erhofft hast.

Bei mir habe ich allerdings nach und nach ein Muster erkannt, welches ich beim Entscheidungen treffen nutze.

Daraus haben sich diese 6 Tipps ergeben, die ich dir heute vorstellen möchte.

Spreche die Dinge laut aus

Manchmal tut es einfach gut die Dinge laut auszusprechen und zu hören, was da bei einem im Kopf so vorgeht.

Auch wenn sich das im ersten Moment etwas sonderbar anhört. Aber das „laute Denken“ bringt gleich mehrere Vorteile mit sich.

  • du sortierst deine Gedanken und schaffst somit auch Klarheit
  • es wirkt beruhigend und motivierend
  • du kommst schneller zu einem Entscheidungsergebnis
  • Studien haben bewiesen, dass der Dialog mit sich selbst sehr hilfreich ist, wenn man in einem Denkprozess festgefahren ist

Lesetipp: Klarheit im Kopf schaffen – 5 Methoden, die dir dabei helfen

Hol sie aufs Papier

Mein Klassiker, auf den ich immer wieder gerne zurückgreife.

Hierbei geht es vielleicht nicht so recht um die Entscheidung an sich, sondern viel mehr darum in dich reinzuhören, warum dir diese Entscheidung vielleicht gerade so schwerfällt und was da vielleicht noch für Gefühle dahinter stecken.

Vor was hast du Angst, wenn du diese Entscheidung triffst?

Was bereitet dir Sorgen?

Das Schreiben hilft dir dabei deine Gedanken zu ordnen und dir über deine Gefühle klarzuwerden.

Spreche mit jemandem darüber

Manchmal hilft ein kleiner Perspektivwechsel – ein neuer Blickwinkel.

Indem du mit einer Person deines Vertrauens darüber sprichst, werden zum einen deine Gedanken laut ausgesprochen und zum anderen wird dir diese Person auch ihre Meinung dazu sagen, die meistens aus einem ganz anderen Blickwinkel kommt.

Das wirft dann nochmal ein ganz neues Licht auf die Sache.

Vielleicht möchtest du auch mit jemandem darüber sprechen, der schon mal in derselben Situation war und seine Erfahrung mit dir teilen kann.

Auch davon kannst du dich inspirieren lassen, deine eigene Entscheidung zu treffen.

Ich meine damit nicht, dass du dich von jemandem beeinflussen lassen sollst.

Inspirieren und beeinflussen sind zweierlei Dinge.

Inspiration bedeutet in diesem Zusammenhang, zwar aufgrund der Aussage von jemandem etwas zu entscheiden, das aber mit deinen Zielen und Werten total übereinstimmt.

Beeinflussen hingegen ist, die Meinung anderer anzunehmen und darauf basierend eine Entscheidung zu treffen, die allerdings wenig mit deinen Werten und Zielen zu tun hat.

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Beiseite legen und sacken lassen

Manchmal verrennen wir uns so in unseren Gedanken, dass nichts mehr zu gehen scheint.

Kein Problem, leg das Papier einfach mal einen Moment lang zur Seite (vielleicht auch einen Tag) und mach eine Pause.

Geh spazieren, hör Musik, treff dich mit Freunden oder tu sonst was, was dir Spaß macht und für Ablenkung sorgt.

So kommen wir aus unserer „Gedanken-Einbahnstraße“ raus und können uns danach mit freiem Kopf wieder an die Sache machen.

Wiege Vor- und Nachteile ab

Du bist dir immer noch nicht sicher, wie du dich nun entscheiden sollst?

Eine der einfachsten und schnellsten Methoden ist dir ein Blatt und einen Stift zu schnappen, eine Linie in der Mitte des Blattes zu ziehen und oben links Pro und oben rechts Contra drauf zuschreiben.

Dann listest du deine ganzen Punkte auf, die dafür und dagegen sprechen und wiegst ab.

Abwiegen deswegen, weil manche Punkte einfach viel schwerer ins Gewicht fallen als andere.

Du kannst dir auch mal das Worst-Case-Szenario dazu vorstellen.

Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn du dich für diese eine Sache entscheidest?

Und wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Fall tatsächlich eintreten wird?

Treffe eine Entscheidung und stehe dazu

Triff eine Entscheidung und dann steh dazu!

Natürlich sind kleine Anpassungen erlaubt, falls der eine Weg nicht funktioniert. Die Hauptentscheidung ist jedoch getroffen und Punkt.

Übernimm die volle Verantwortung für dein Handeln.

Und wenn etwas nicht so ganz läuft, wie du es dir vorgestellt hast, dann versuche eine Lösung für die Herausforderung zu finden.

Mit jeder Entscheidung lernen wir dazu. Unter anderem lernen wir auch darauf zu reagieren, wenn diese nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringt.

Wichtig ist in erster Linie erstmal nur überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Denn wenn du keine Entscheidung triffst, hast du dennoch eine getroffen – und zwar, dass du andere Leute für dich entscheiden lässt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass dann alles so kommt, wie du es dir vorstellst ist hier eher gering.

Entscheidungen treffen – Das Fazit

Das waren die 6 Tipps, auf die ich gerne zurückgreife, wenn ich eine Entscheidung zu treffen habe.

Zwei wichtige Dinge noch:

  1. Unsere Entscheidungskompetenz nimmt im Laufe des Tages ab und ist begrenzt. Das heißt, wir sollten wichtige Entscheidungen am besten gleich am Morgen treffen, wenn wir noch frisch und fit sind und nicht das Ganze bis zum Abend aufschieben.
  2. Also Verwende deine Entscheidungskompetenz am Morgen nicht für unnützes Zeug wie z.b. was ziehe ich heute an oder was muss ich alles zur Arbeit mitnehmen etc.

Wie du es schaffst eine Morgenroutine zu kreieren, die dich morgens keine kostbare Entscheidungskraft kostet, findest du in diesem Artikel.

Und was ist mit dir? Triffst du gerne Entscheidungen oder zögerst du sie lieber heraus?

Hast du vielleicht weitere Tipps, die dir dabei helfen Entscheidungen zu treffen?

Und wenn du für dich noch nicht den richtigen Weg gefunden hast, um Entscheidungen zu treffen – dann hast du jetzt 6 Tipps, die du einmal austesten kannst.

Jede Entscheidung, die wir treffen hilft uns in der Zukunft weiter, neue und vielleicht auch schwierigere Entscheidungen zu treffen.

Also hab keine Angst davor, denn diese Entscheidungen helfen dir auch dabei ein selbstbestimmtes und glückliches Leben zu leben.

Leg los und mach was draus – denn nichts bewegt sich, bis du es tust!

Deine Julie

Comments

  1. Hi liebe Julie,

    wieder ein toller Beitrag!!!

    Ich nehme bei schwerwiegenden Entscheidungen den „Zielfinder“ von Adolf Stoll.
    Das war bisher zweimal der Fall: einmal „Umziehen oder Bleiben“ und das andere Mal „Einstellen oder nicht“.
    Der Zielfinder wird zu drei möglichen Szenarien („Was passiert dann?“ alà Sesamstraße) komplett zu Ende geschrieben. Das waren jeweils so 15 bis 20 Seiten, die ich geschrieben hatte.
    Danach erkannte ich, was ich wirklich wollte und was zu dem Zeitpunkt für mich das Rictigsste war.

    Lieber Gruß, Jürgen 🙂

    1. Julie

      Hallo Jürgen,

      super, vielen Dank für diesen tollen Zusatz!
      Kannst du die drei möglichen Szenarien bitte kurz erläutern für die,
      die sie nicht kennen?

      Vielen Dank und viele Grüße
      Julie

      1. Hello Julie,

        die drei Szenarien sind immer der jeweiligen Situation geschuldet. Bei mir war das konkret im ersten Fall:
        1. Bleiben wir da wohnen, wo wir wohnen
        2. Nehmen wir Haus A
        3. Nehmen wir Haus B?

        Und im anderen Beispiel waren die Szenarien:
        1. Ich stelle den Bewerber ein
        2. Ich stelle den Bewerber nicht ein
        3. Ich schreibe die Stelle neu aus.

        Liebe Grüße
        Jürgen
        🙂
        ____________

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