Ausreden

Ausreden: Wie dich diese 5 von deinem Erfolg abhalten

Erkennst du dich in einem der folgenden Sätze wieder?

Eigentlich

  • müsste ich mal wieder die Wohnung aufräumen – Ach, ich mach es einfach am Wochenende.
  • sollte ich dringend mal damit beginnen etwas für meine Rente zu tun – Aber dafür habe ich momentan wirklich kein Geld übrig.
  • wäre dieser Job perfekt für mich, aber leider habe ich nicht die nötigen Qualifikationen dafür.
  • würde ich gerne den nächsten Schritt in meinem Leben wagen, aber ich habe das Gefühl, dass ich noch nicht so weit bin, außerdem weiß ich gar nicht wie ich das anstellen sollte.

Ja ja, die lieben Ausreden – wenn wir etwas nicht möchten, dann finden wir immer neue Gründe, warum wir das besser nicht tun sollten.

Sei es aus Faulheit, Angst vor dem Ungewissen oder einfach der Aufschieberitis.

Leider halten uns diese Ausreden nur allzu oft von dem ab, was wir wirklich wollen. Sie erlauben uns dort zu bleiben, wo es für uns am bequemsten ist – in unserer Komfortzone.

Die 5 häufigsten Ausreden

Es gibt gewisse Standardausreden, die wir nur allzu gerne benutzen. Diese lauten wie folgt:

Ich …

  • … habe keine Zeit
  • … würde ja gerne, aber ich weiß nicht wie
  • … habe kein Geld
  • bin noch nicht so weit
  • habe nicht die nötige Qualifikation dafür

Na, erkennst du dich bei manchen wieder?

Auch ich ertappe mich immer wieder mal dabei, wie ich mich durch diese Ausreden selbst versuche zu erklären.

Klar wäre es besser, wenn ich so handeln würde, aber dafür habe ich momentan nun wirklich keine Zeit.

Ausreden sind so herrlich gemütlich

Es ist einfach so super gemütlich in der Komfortzone. Wer steigt da schon freiwillig aus und geht neue, unergründete Wege, die vielleicht alles verändern könnten?

Also legen wir uns Ausreden zu Recht, die uns davor bewahren, handeln zu müssen.

Leider ist es so: Keine Handlung, keine Veränderung.

Und dass Veränderung etwas sehr Gutes sein kann wissen wir ja, genauso dass es manchmal nötig ist sich zu verändern.

Fakt ist: Je öfter du dir Ausreden zur Hand nimmst, umso länger wird dein Weg dauern – Komfort hin oder her.

Lass dich von Ausreden nicht ausbremsen

Mir hilft es immer mir das Ausmaß von meinen Ausreden bewusst zu machen.

Du denkst jetzt vielleicht, na gut, so ne kleine Ausrede hat ja noch niemandem geschadet.

Richtig.

Aber meist ist es nicht nur eine Ausrede und auch nicht nur an einem Tag, denn das wäre in der Tat nicht so fatal.

Was wirklich das Schlimme daran ist – dass das öfter vorkommt und wir die Summe unserer Entscheidungen sind.

Bedeutet: Heute eine kleine Ausrede, warum wir nicht zum Sport gehen sollten, übermorgen auch und nächste Woche wieder und zack ist ein Jahr rum und es hat sich rein gar nichts an unserer Figur geändert, genauso wie an unserer Frustration über diese, denn die ist auch immer noch da.

Mache dir das Ausmaß von Ausreden bewusst

Zu müde, zu wenig Energie, keine Zeit, kein Geld. 

Mache dir bewusst, dass deine Entscheidung heute durch eine Ausrede in der Komfortzone zu verweilen, vielleicht morgen oder übermorgen gar nicht so viel in deinem Leben beeinflusst. Aber wie sieht es z.B. mit 10 Monaten aus?

Stelle dir die Frage: Welchen Einfluss würde es auf mein Leben nehmen, wenn ich heute zum Sport gehe, obwohl ich müde bin und obwohl mir die Energie fehlt?

Oder welchen Einfluss würde es auf mein Leben in 10 Monaten nehmen, wenn ich mich auf meine ausgeschriebenen Traumstellen bewerbe, obwohl ich noch nicht so weit bin und obwohl ich vielleicht in meinen Augen nicht die nötigen Qualifikationen habe?

Und welchen Einfluss würde es auf mein Leben in 10 Monaten nehmen, wenn ich in diese Weiterbildung investiere, obwohl das Geld gerade ein bisschen knapp ist und obwohl ich das Gefühl habe keine Zeit zu haben?

Indem du dich mit solchen Fragen beschäftigst, erreichst du meist einen sogenannten Mindset Shift (Wechsel der Denkweise). Und du bist eher bereit Ausreden hinter dir zu lassen, im Tausch gegen das, was du in der Zukunft dafür bekommen wirst.

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Wie du es endlich schaffst dich von diesen Ausreden zu befreien

Glücklicherweise haben wir es, wie so oft, selbst in der Hand, ob wir etwas verändern möchten oder nicht. Und wir können jeden Tag aufs Neue entscheiden, ob wir eine Ausrede nutzen möchten oder ob wir ins Handeln kommen wollen.

Klar kostet das Handeln mehr Kraft, dafür ist aber auch die Belohnung umso größer.

Hier findest du nun 5 Schritte, die dich dabei unterstützen werden, deine Ausreden hinter dir zu lassen.

#1 Kenne dein Warum

Wie so oft ist das einer der absoluten Antreiber – dein Warum.

Wenn du weißt, warum du etwas tust und warum du es erreichen willst, fällt es dir oft viel leichter am Ball zu bleiben.

Aus diesem Grund ist das Warum auch bei deiner Zielsetzung einer der wichtigsten Bausteine. 

Lesetipp: Ziele erreichen: 6 einfache Tipps, wie du es schaffst!

#2 Setze Prioritäten

Da muss man eben Prioritäten setzen. Wie oft habe ich diesen Spruch schon gehört.

Wenn du allerdings knapp mit Zeit, Geld oder anderen Kapazitäten bist, ist dieser Spruch einfach nur nervig. Die anderen haben gut reden, denkt man dann oft.

Leider haben sie mit dem Spruch nicht ganz unrecht.

Das beste Beispiel ist glaube ich, wenn wir verliebt sind.

Wir tun alles dafür den neuen Schwarm zu sehen, auch wenn es nur 15 Minuten sind. Wir stellen unseren ganzen Zeitplan um, nehmen weniger Schlaf in Kauf oder sogar längere Fahrten und scheuen keine Mühen. Plötzlich ist alles möglich – weil unser Schwarm eben zu unserer Priorität geworden ist.

Genauso ist das mit den anderen Dingen. Die Frage hierbei ist: Wie wichtig ist es dir wirklich und wie sehr willst du es?

Du möchtest endlich die Dinge anpacken? Dann setze dir Prioritäten.

Was ist dir am wichtigsten, welche Aufgabe möchtest du zuerst angehen?

Und dann steht diese auf der Prio Liste ganz oben und der Rest deiner Liste wird darauf angepasst oder so viele freie Spots wie möglich geschaffen, um daran zu arbeiten.

Du wirst sehen, wenn wir die Dinge wirklich zu unserer Priorität machen, brauchen wir manchmal gar nicht so lange dafür wie gedacht, weil wir ihnen plötzlich viel mehr Aufmerksamkeit schenken.

#3 Halte deine Versprechen ein

Auch ein sehr wichtiger Punkt auf der Liste, der häufig zu kurz kommt, ist der dein Versprechen einzuhalten. Und zwar niemand geringerem gegenüber wie dir selbst!

Wir sind meist spitze darin unsere Versprechen anderen gegenüber einzuhalten.

Geht es dann allerdings an uns, versagen wir oft auf ganzer Linie – da nutzen wir lieber eine Ausrede, warum das jetzt gerade nicht passt, nächste Woche noch genug Zeit dafür ist oder das momentan einfach nicht ins Budget passt.

Sobald du dir eine Priorität gesetzt hast, gib dir selbst ein Versprechen, dass du es durchziehen wirst und dann halte dieses auch ein.

Beschütze und verteidige es vor den anderen.

Was ich damit meine ist, dass wir sehr oft denken die Bedürfnisse anderer seien wichtiger als unsere eigenen.

Sobald wir um Hilfe gebeten werden, lassen wir häufig alles stehen und liegen und kümmern uns zuerst um das Anliegen der anderen.

Und was bleibt wieder auf der Strecke? Genau – unsere Priorität.

Du bist mindestens genauso wichtig wie die anderen und solltest darum auch darauf achten, dass dein Leben aus erfüllten Bedürfnissen und Balance besteht.

#4 Schärfe dein Bewusstsein

Ich weiß, manchmal ist es echt nicht attraktiv Opfer zu bringen – wie z.B. einen schönen Couchabend mit leckeren Snacks im Tausch gegen das Gym oder den freien Abend und die freien Wochenenden gegen die Abendschule. 

Vielleicht hilft es dir dabei, dir in diesen Momenten darüber bewusst zu werden, welchen Einfluss diese Entscheidungen auf deine Zukunft haben – In 10 Monaten von heute an, in 2 Jahren von heute an, in 5 Jahren von heute an.

Wir sind die Summe unserer Entscheidungen. Und auch wenn sie in dem einen Moment noch so klein und unbedeutend zu sein scheinen, so haben sie doch auf lange Sicht gesehen, viel mehr Gewicht, als wir ihnen zugestehen möchten.

Werde dir bewusst darüber, dass du es in der Hand hast und dass deine Entscheidungen dein Leben verändern können.

Lesetipp: 8 Gründe, warum ein starkes Selbstbewusstsein dein größtes Plus ist

#5 Komm ins Handeln

Nichts bewegt sich, bevor du es tust!

In unserer Komfortzone werden wir oft träge und faul. Da hat man dann das Gefühl, dass allein eine einzige Handlung viel zu viel Energie benötigt.

Allerdings weiß auch jeder von uns, dass erstmal dabei sein uns viel mehr Energie gibt als es uns nimmt.

Möchtest du z.B. ausmisten oder aufräumen, dann stell dir doch mal den Wecker auf 15 Minuten. Nur 15 Minuten und wenn du dich danach immer noch wehrst, höre für diesen Tag auf und mach am nächsten Tag weiter.

Das Witzige daran ist, einmal angefangen sind wir oftmals nicht mehr zu bremsen und vergessen darüber hinaus, dass wir ja a) gar keine Lust hatten und b) eigentlich nach 15 Minuten wieder aufhören wollten.

Fazit

Ich weiß, ich weiß, wir alle bedienen uns gerne mal so kleiner Ausreden, da der innere Schweinehund gerade mal wieder etwas stärker ist als wir. Aber steter Tropfen höhlt den Stein.

Ab und zu ist das ok und kann mal vorkommen, das wichtige ist nur, dass du vergleichsweise stärker bist als deine Ausreden.

Klar, kommen so Gedanken immer mal wieder in den Kopf. Besonders am Anfang, wenn man dabei ist sich umzustellen.

Mit der Zeit, werden sie allerdings weniger und die Einträge in deinem Erfolgstagebuch steigen. Diese könnten dann z.B. lauten: Heute …

  • … bin ich zum Sport gegangen, obwohl ich müde war.
  • … habe ich mich auf die Stelle beworben, obwohl ich nicht alle nötigen Qualifikationen habe.
  • … habe ich die Wohnung aufgeräumt, obwohl ich gar keine Lust dazu hatte.

Denk immer dran, „Wer etwas wirklich will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe“. Willy Meurer

In diesem Sinne, sei stärker als deine Ausreden und komm ins Handeln. Denn nichts bewegt sich, bis du es tust!

Deine Julie

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