Bullet Journal - Beginnen

Wie du mit deinem eigenen Bullet Journal startest

Das gute Bullet Journal hat die Kreativität in den grauen Agenda Alltag zurückgebracht. Plötzlich sprießen die Ideen, Youtube Videos, Beiträge, Bücher, eigene Sticker und Stifte Sets wie Pilze aus dem Boden.

Sein Erfinder, der New Yorker Grafikdesigner Ryder Caroll hat in seinem Buch „Die Bullet-Journal-Methode“* die Methode wie folgt beschrieben: Verstehe deine Vergangenheit – Ordne deine Gegenwart – Gestalte deine Zukunft.

Diesen Untertitel finde ich nicht nur super, sondern ich bin auch ein sehr visueller Mensch. Also dachte ich mir, warum nicht? Bullet Journal selber machen – Probier ich doch mal aus. Und ich muss sagen, ich liebe es!

Ich kann mir keine andere Form von Kalender mehr vorstellen.

Zwischenzeitlich hatte ich einen kurzen Befall von Fauleritis und habe mir einen „normalen“ Jahresplaner gekauft. Das passiert mir glaube ich nicht nochmal.

Es hat null Spaß gemacht irgendwas einzutragen, es hat mich weder inspiriert noch motiviert darin etwas zu erfassen und am Schluss habe ich doch wieder zum leeren Journal gegriffen, um mir meine eigene Welt zu gestalten.

In diesem Beitrag heute geht es um folgende Themen:

  • Was ist eigentlich ein Bullet Journal?
  • Warum ich ein Fan vom Bullet Journal bin?
  • Was bringt es dir ein Bujo zu führen?
  • Bullet Journal Aufbau: Wie du am besten startest
  • Bujo Ideen: Was kann so alles rein?
  • Wie ich das Bullet Journal für mich nutze
  • Inspirationen
  • BuJo Vorlagen
  • Fazit

Was ist eigentlich ein Bullet Journal?

Ein Bullet Journal, auch kurz BuJo genannt, ist nichts anderes als ein leeres Notizbuch, das du ganz nach deinem Geschmack in einen wunderbaren, kreativen Kalender umwandelst, indem du Skizzen, To-do-Listen, Kalender und Tracker (eine Liste, in der du verfolgst, was du eingehalten hast) einfügst. 

Das Wort „Bullet“ leitet sich aus den Stichpunkten (Bullet Points) in dem Journal ab.

Warum ich ein Fan vom Bullet Journal bin

Wenn es nicht geplant wird, wird es auch nicht erledigt!

Für mich persönlich der wichtigste Punkt. Warum? Weil ich ein Gehirn wie ein Sieb habe, bzw. mein Kopf immer mit gefühlt 10.000 Projekten, Ideen und Terminen gefüllt ist.

In dem Chaos kann man schon mal schnell etwas vergessen. Vor allen Dingen kleinere Ziele oder To do’s die man sich doch eigentlich diese Woche, diesen Monat oder dieses Quartal vorgenommen hat.

Also schreibe ich mir alles auf, plane und terminiere es und siehe da, nicht nur, dass der Prozess des Planens riesig viel Spaß macht (mit den ganzen bunten Farben, Stickern und sonstigen kreativen Ideen), sondern ich halte meine Ziele und Pläne auch ein.

Für mich bedeutet es auch ein Stück weit das Leben selbst in die Hand zu nehmen und Verantwortung zu übernehmen, ein weiterer wichtiger Punkt.

Denn entweder kann man das Leben jeden Tag neu auf sich zukommen lassen und abwarten, was passiert oder man nimmt die Dinge selbst in die Hand und plant sie.

Klar macht das Leben immer noch das, was es will, nur mit einem Plan und Zielen kommt man viel schneller voran und bewegt sich auch in die Richtung, wo man hin möchte.

Und selbst wenn du den Kurs ab und an mal korrigieren musst, du hältst immer noch den Kurs in Richtung Ziel.

Was bringt es dir ein Bujo zu führen?

Was bringt es dir ein Bujo zu führen?

Soooooo viel!

Je nachdem, was du alles für Rubriken in dein Bullet Journal packst, kannst du alle möglichen Themen in deinem Leben angehen und verbessern.

Vom einfachsten, ich möchte mehr Wasser trinken, was sehr wichtig ist, bis hin zu ich möchte mehr Sport machen hin zu ich möchte das Projekt erfolgreich abschließen.

Hier ein paar Punkte, was es dir bringt, ein Bullet Journal zu führen

#1 Mehr Kontrolle

In dem du alles notierst, regelmäßig überprüfst und anpasst, gewinnst du mehr Kontrolle über dein Leben, über die Schritte die du machst, bzw. machen kannst, um etwas in deinem Leben zu verändern.

#2 Verantwortung übernehmen

Indem du ein tägliches Journal führst, nimmst du die Dinge selbst in die Hand, du planst dein Leben, du planst was du gerne verbessern oder verändern möchtest und übernimmst somit Verantwortung für dein persönliches Wachstum

#3 Ziele erreichen

Indem du diese hier planst, aufschreibst, regelmäßig überprüfst und immer wieder anpasst, ist die Chance, dass du sie auch wirklich erreichst viel größer und durch die Struktur kommst du schneller an deine Ziele. Zudem pusht es einen zu sehen, dass da heute noch eine Aufgabe steht, die noch nicht erledigt ist, denn nichts ist schöner als das Gefühl, dass man auch die letzte Aufgabe abhaken kann und alles erreicht hat.

#4 Klarheit über bisher getane Schritte

Manchmal steckt man fest und hat das Gefühl, dass nichts vorangeht. In solchen Momenten ist es perfekt sich das Bullet Journal vorzunehmen und seine bisher getanen Schritte und kleine Erfolge schwarz auf weiß zu sehen, das bringt Motivation, hilft dir aber auch dabei langfristiger am Ball zu bleiben und stärkt dein Selbstbewusstsein!

#5 Zeitsparend

Wenn du dir einmal die Zeit nimmst, um einen Monats- bzw. Wochenplan zu erstellen, sparst du dir eine Menge Zeit, da du nicht jeden Tag aufs Neue überlegen musst, was wollte ich heute nochmal machen?

#6 Spaß und Entspannung

Der ganze kreative Prozess des Schreibens und Gestaltens macht einfach unheimlich viel Spaß und hat eine beruhigende Wirkung. Wenn ich mal eine kleine Denkpause brauche, nehme ich einfach meine Buntstifte und verschönere mein Journal.

#7 Neue Ideen

Durch den kreativen Prozess entstehen neue Ideen.

#8 Es weckt schöne Erinnerungen

Gerade hatte ich mein Bullet Journal vom letzten Jahr in der Hand, um weitere Ideen für den Post zu sammeln, das war ein super schönes Gefühl, wie ein altes Fotoalbum mit kleinen Geschichten aus dem letzten Jahr, manche Dinge hatte ich schon wieder ganz vergessen.

#9 Du kannst dein Wachstum verfolgen

In dem einen Monat hast du noch gehadert und wolltest hinschmeißen, im nächsten Monat ging‘s schon besser und danach steil Berg auf, dein Journal zeigt dir, was über das Jahr so passiert ist und was du alles erreicht hast, von den ersten Babysteps bis hin zum Erfolg.

Bullet Journal Aufbau: Wie du am besten startest

Natürlich zu Beginn einmal unser Lieblingsteil – shoppen.

Je nachdem, wie gerne und wie viel du schreibst, hol dir ein DinA5 oder DinA4 Notizbuch. Die meisten halten ihr Bullet Journal in einem DinA5 Buch, da das auch sehr gut in die Tasche passt. Das kann ganz leer sein, Karo Kästchen haben oder einfach diese Bullet Points. Darauf folgt noch alles weitere, was der Laden so hergibt und was deine kreative Ader höherschlagen lässt.

Ein Päckchen Stabilos oder Textmarker mit deinen Lieblingsfarben, Buntstifte, Wasserfarben, einen guten Schreiber, Sticker und Schablonen, etc… Alles ist erlaubt und im Vordergrund hier steht erst mal deine Kreativität und der Spaß.

Als Nächstes suche dir einen ruhigen Ort und beginne mit dem Brainwriting (dasselbe wie Brainstorming, nur, dass du alles direkt aufschreibst). Nimm ein leeres Blatt und schreibe alles runter was dir dazu einfällt, ohne die Ideen im ersten Moment zu bewerten.

Überlege, was du alles in deinem Bullet Journal haben möchtest bzw. welche Themen du gerne in deinem Leben angehen oder verändern möchtest, was dir wichtig ist, woran du arbeiten willst und was in diesem Jahr passieren soll.

Was mir auch besonders gut an dem Bullet Journal gefällt ist, dass kein Monat wie der andere sein muss.

Vielleicht dauert es auch ein bisschen, bis du die Dinge und Struktur gefunden hast, die dir wichtig sind oder dich voranbringen.

Hat also etwas im einen Monat für dich nichts gebracht, lässt du es einfach im nächsten Monat weg oder tauschst es gegen etwas Anderes.

Bujo Ideen: Was kann so alles rein?

Bujo Ideen: Was kann so alles rein?

Was alles letzten Endes in dein Bullet Journal kommt liegt natürlich ganz allein bei dir. Das ist das Schöne daran, keiner gibt dir vor wie du dein Jahr zu strukturieren hast (nicht wie bei diesen gekauften Dingern).

Aber was nimmt man normalerweise so mit rein?

Inhaltsverzeichnis

Das ist für die ganz Ordentlichen, hilft aber super, wenn du zudem Seitenzahlen hinzufügst, um später deine Infos schneller zu finden. (Seite 1-2)

Jahresplan

Das große Ganze sehen. Hier kommen die großen Pläne für das Jahr rein. Mach dir eine Übersicht vom ganzen Jahr und schreibe hier deine großen Ziele, Aufgaben, Geburtstage, etc. für jeden Monat rein. Da du ja hier deinen ganz individuellen Planer hast, ist es auch egal, in welchem Monat du startest (mein Planer hat z.B. im Juni begonnen). (Seite 3-6)

Monatsplan

Du kannst für den jeweiligen Monat eine ganze Seite in Anspruch nehmen und ein schönes Bild entwerfen oder den Monat über die Woche schreiben.

Als nächstes beginne mit dem Monat und was in diesem so ansteht. Hier kannst du die Eintragungen aus dem Jahreskalender übernehmen und noch ein paar kleinere Eintragungen hinzufügen.

Des Weiteren habe ich hier z.B. meinen monatlichen Dankbarkeits Log und Erfolgs Log, in welchen ich für jeden Tag im Monat 1 Sache notiere, für die ich dankbar bin, sowie meinen größten Erfolg des Tages.

Außerdem kannst du noch folgendes einbauen:

  • Mood Tracker (wie ist deine Stimmung heute)
  • Habit Tracker (Gewohnheiten verfolgen)
  • Inspirationen und Ideen
  • Monatlicher Review – Was hat gut funktioniert? Was weniger? Was kannst du für den kommenden Monat verbessern? (Den kannst du auch gerne ans Ende des Monats stellen)
  • Und viele weitere Dinge

Wochenplan

Hier habe ich mit einer Wochenübersicht begonnen, die folgende Punkte beinhaltet:

  • Wochenziele
  • To do List
  • Fokus der Woche
  • Geburtstage
  • Daily 5 (Die 5 Dinge, die ich täglich tun möchte, wie z.B. Meditation, Morgenseiten, Sport, lesen, 3 Liter Wasser trinken)

Außerdem kannst du noch folgendes einbauen:

  • Affirmation der Woche
  • Inspirationen und Ideen
  • Zitate und Motivationssprüche

Dann kommt die Woche gegliedert in die Wochentage mit Datum und Tag. Und nach der Woche ein Wochenreview mit folgenden Fragen:

  • Was ist diese Woche gut gelaufen?
  • Was ist weniger gut gelaufen?
  • Was möchtest du gerne verbessern?
  • Worauf möchtest du gerne den Fokus in der nächsten Woche legen?

Wie ich das Bullet Journal für mich nutze?

Im besten Fall plane ich natürlich immer im Voraus, jedoch braucht man nicht gleich das ganze Jahr im Voraus zu planen. Eine grobe Planung reicht völlig aus.

Ich gestalte z.B. den Jahresplan und dann immer einen Monat im Voraus.

Den detaillierten Plan für die anstehende Woche mache ich dann meist am Wochenende vorher.

Die kommende Woche plane ich gerne mit Bleistift – man weiß ja, alles ist planbar, aber das Leben spielt nach seinen eigenen Regeln. Was ich dann erreicht habe, trage ich mit Kulli nach.   

Jeden Abend mache ich meine Eintragungen, was am Tag passiert ist und was ich erledigt habe. Das ist jedes Mal ein gutes Gefühl die Dinge abzuhaken. Anschließend noch wofür ich heute dankbar bin, welches der größte Erfolg des Tages war und was für den nächsten Tag ansteht. So kann ich mich schon mal mental darauf vorbereiten kann.

Ich mag es nicht den Tag ohne einen Plan zu starten, kommt zwar auch mal vor, dann passiert aber auch genau das, was geplant war, nämlich nix. Bzw. brauche ich eine viel längere Anlaufzeit, weil man erst noch rumtrödelt und sich denkt, was wollte ich heute noch tun? Ich schreib mir am besten erst mal ‘ne Liste.

Ich schlage es dann am Morgen trotzdem nochmal auf, um kurz zu spicken und meine Ziele zu verinnerlichen.

Und wenn bereits etwas erledigt ist, um die ersten Dinge abzuhaken, das tut gut und bringt Motivation für den Rest des Tages.

Inspirationen

Der #bulletjournal hat auf Instagram bereits 4,4 Millionen Beiträge.

Bei Nicole Lommel von bulletjournal_by_ladieslounge findest du weitere, tolle Inspirationen und Anleitungen wie du dir ein schönes Journal zauberst.

Und auf Amazon gibt es bereits auch einige Bücher darüber.

Also stöber einfach mal ein bisschen im Netz und lass dich inspirieren.

Denn das Beste an deinem Bullet Journal ist ja, dass nur das reinkommt, was dir gefällt und was für dich wichtig ist.

Wirklich tolle Inspirationen habe ich mir auf der Seite von Diana geholt.

Natürlich gehört sie zu den absoluten Profis, aber warum nicht – learn from the best!

Hier ist sie auch in einem Feature von Faber-Castel, dort bekommt ihr gleich die Tipps für die passenden Stifte und hier* gehts zu ihrem Buch.

BuJo Vorlagen

Im Netz findest du unter anderem auch zahlreiche Vorlagen, die du dir kostenlos oder gegen Aufpreis herunterladen kannst, wie z.B. bei dem „Wunderweib“.

Auch süß finde ich die Idee von Heike auf „Relleo mein“ für den Weihnachtsplaner. Na, wie wär‘s? dieses Jahr mal geplant starten, sodass nicht alles in Stress ausartet?

Pinterest bietet dir ebenfalls jede Menge weitere Vorlagen zum Ausdrucken.

Fazit

Du solltest dem Ganzen auf jeden Fall mal eine Chance geben und es ausprobieren, es macht wirklich super viel Spaß und bringt jede Menge positive Eigenschaften mit sich.  

Denn das BuJu hilft dir nicht nur dabei dich besser zu strukturieren, deine Produktivität zu steigern und mit deinen Projekten am Ball zu bleiben, sondern wirkt durch das Malen auch super entspannend und beruhigend.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß dabei, deiner kreativen Ader freien Lauf zu lassen und dein Leben etwas bunter zu gestalten.

Deine Julie

Fotocredit: Estée Janssens on Unsplash

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