Affirmationen

Affirmationen – Ein Mythos oder der Schlüssel zu deinem Unterbewusstsein?

I do not fix problems. I fix my thinking. Then problems fix themselves.“ Louise Hay

Hier steckt so viel Wahrheit drin. In manchen Dingen haben wir mehr Macht als wir glauben. Jedoch finden wir uns lieber mit dem Gedanken „Das ist halt so, kann man eben nichts machen“ oder „Ich bin wie ich bin, daran lässt sich nichts ändern“ ab.

Darum möchte ich in diesem Post auf die Kraft und das Potenzial von Affirmationen eingehen.

Aber erst mal eins nach dem anderen.

Was sind Affirmationen?

Affirmationen (oder auch positive Selbstbekräftigungen genannt) ist eine mentale Technik, die dir dabei hilft dein Unterbewusstsein neu oder um zu programmieren.

Hierbei handelt es sich um kurze, klare und positiv formulierte Sätze, die du durch ständiges Wiederholen in dein Unterbewusstsein einprogrammierst.

Am besten so lange, bis dir diese in Fleisch und Blut übergegangen sind und du fest daran glaubst – sie also zu sogenannten Glaubenssätzen werden.

Affirmationen gehören zu den ganz starken Tools, um selbst positiven Einfluss auf dein Leben zu nehmen.

Welche Arten von Affirmationen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man 3 Arten von Affirmationen.

#1 Die Zustand-Affirmation

Hier wird die Affirmation des Wunschzustandes formuliert, als wäre dieser bereits eingetreten.

Beispiel: „Ich vertraue mir.“

#2 Die Prozess-Affirmation

Du befindest dich noch im Prozess zum Wunschzustand.

Beispiel: „Jeden Tag vertraue ich meiner inneren Stimme mehr und mehr.“

#3 Die Gekoppelte-Affirmation

Sozusagen die „wenn-dann“ Affirmation.

Beispiel: „Wenn ich eine Frage habe, dann hilft mir meine innere Stimme.“

Warum auch du unbedingt Affirmationen für dich nutzen solltest

Affirmationen bringen eine Menge an wunderbaren Vorteilen mit sich. Hier habe ich ein paar für dich zusammengefasst.

  • Bringt Motivation
  • Helfen den Fokus zu behalten
  • Verändern dein Unterbewusstsein und deine innere Einstellung positiv
  • Helfen dir optimistischer zu werden
  • Steigert dein Wohlbefinden
  • Unterstützt dich dabei dir neue Gewohnheiten anzueignen
  • Hilft dir deine Ziele und Träume zu erreichen
  • Gibt dir die Möglichkeit aktiv etwas an deinem Leben zu ändern
  • Durch die Veränderung deiner inneren Einstellung verändert das deine Gedanken positiv und das wiederum nimmt positiven Einfluss auf deine Gefühle

Wie funktionieren Affirmationen?

Affirmationen funktionieren bzw. wirken am besten, wenn du folgende do’s and don’ts berücksichtigst.

Dos

  • Wähle einen Satz, der zu dir passt und sich stimmig für dich anfühlt
  • Der Satz sollte kurz, prägnant, positiv, in der Gegenwart formuliert und einfach zu merken sein
  • Gib dir Zeit, bis sich die ersten Erfolge einstellen
  • Suche dir Affirmationen, die zu deinen Zielen passen
  • Sei offen für Veränderungen
  • Nutze die Affirmationen regelmäßig über einen längeren Zeitraum

Don’ts

  • Es nur eine kurze Zeit auszuprobieren und nach 1-2 Wochen wieder sein zu lassen, weil du noch keine Veränderung bemerkst
  • Einen affirmativen Satz so zu formulieren, dass sich andere verändern werden, wie z.B. „Meine Schwiegermutter mag mich“ – ändern kannst du nur dich selbst
  • Dich für deine Wünsche und Träume zu schämen
  • Verneinungen in der Formulierung zu nutzen

Wie oft sollte man die Affirmationen wiederholen?

Natürlich gibt es hier keine festen Richtlinien – Je öfter, desto besser.

Wie z.B. 10x am Morgen nach dem Aufstehen und 10x am Abend vor dem zu Bett gehen, denn zu diesem Zeitpunkt ist dein Unterbewusstsein am aufnahmefähigsten. Aber auch gerne ein paarmal über den Tag verteilt.

Wichtig ist hier, dass du nicht zu schnell aufgibst. Ich würde dir raten, das ganze mindestens 66 Tage auszuprobieren. Warum 66 Tage? Das erfährst du hier.

Wie du deine eigenen Affirmationen formulierst

#1 Problem oder Ziel definieren

Das ist die klassische hinzu oder weg von Methode.

Also entweder definierst du dein Problem:

  • Was möchtest du verändern?
  • Wovon möchtest du weg?
  • Was soll nicht mehr sein?

Oder du definierst dein Ziel:

  • Worauf möchtest du hinarbeiten?
  • Was möchtest du verändern?
  • Was ist dein Ziel?
  • Wie möchtest du sein?
  • Woran soll dein Unterbewusstsein glauben?

Definiere also zuerst einen deiner Problempunkte oder dein Ziel und dann suche dir die passende Affirmation dazu oder formuliere sie selbst.

Lesetipp: Ziele erreichen: 6 einfache Tipps, wie du es schaffst!

# 2 Richtig formulieren

Wenn du Affirmationen selbst formulierst solltest du auf folgende Punkte achten. Sie dürfen:

  • kurz
  • prägnant
  • positiv
  • in der Gegenwart

formuliert werden. Verzichte auf Verneinungen wie z.B. „Ich bin nicht ängstlich“, sondern „Mit jedem Atemzug lasse ich meine Ängste los“.

Ein paar Ideen für den Anfang deiner Affirmation sind:

Ich …

  • … bin …
  • … erlaube mir …
  • … vertraue …
  • … wähle …
  • … entscheide mich bewusst dafür …
  • Mit jedem Tag …

#3 Rein fühlen

Wichtig ist, dass sich die Affirmation für dich stimmig und gut anfühlt und nicht, dass du so ein Zwicken in der Magengegend bekommst, wenn du den Satz aussprichst. So wird das nämlich nichts. Es soll sich gut anfühlen, vom ersten Moment an, wenn du den Satz sagst. Denn auch der Weg zu deinem Ziel soll Spaß machen.

#4 Ausprobieren und ggf. anpassen

Du hast einen Satz gefunden, der dir eigentlich zusagt und der auch das widerspiegelt, was du dir wünschst, jedoch fühlt er sich noch nicht so stimmig an?

Dann nutze eine Prozess-Affirmation. Verbinde deinen gewählten Satz mit einem „Mit jedem Tag ….“.

Anstatt also z.B. „Ich vertraue meiner inneren Stimme“ kannst du sagen „Mit jedem Tag vertraue ich meiner inneren Stimme mehr und mehr“.

Die Grand-Dame der Affirmationen

Eine der wohl bekanntesten Verfechterinnen der Affirmationen, sowie Mitbegründerin der Selbsthilfe-Bewegung in den USA war Louise Hay, von der das Zitat zu Beginn des Artikels stammt.

Eine wundervolle Frau, deren Geschichte gleichzeitig sehr motivierend und zu tiefst schockierend ist.

Seit ihrer Geburt hatte sie keinen leichten Start ins Leben.

Ihr frühes Dasein wurde geprägt von Pflegeheim, Missbrauch, Schwangerschaft mit 15 und darauffolgende Adoption, gescheiterte Ehe etc.. Die ganze Geschichte findest du hier.

Dennoch verlor sie nicht den Mut am Leben.

Irgendwann kam sie durch Zufall in den Genuss eines wunderbaren Vortrags in einer Kirche, welcher ihre Leben verändern sollte.

Dadurch fand sie ihr Lebensmotto, dem sie von da an folgte: „Wenn du dein Denken änderst, änderst du dein Leben“.

Sie befasste sich immer mehr mit dem Thema und ließ sich zur Seelsorgerin ausbilden.

Von da ab half sie Menschen ihr Leben mit Affirmationen zu heilen.

Ihr wohl größtes Werk „Heile deinen Körper“* erschien 1976. In diesem Buch beschreibt sie, wie falsche Denkmuster Krankheiten verursachen können und wie wir durch das Umprogrammieren auf positive Denkmuster langfristig zu Gesundheit und Heilung finden können.

Sogar als sie selbst an Krebs erkrankte, ließ sie sich nicht davon abbringen und hielt weiterhin an ihrem Glauben fest, dass unsere Gedanken unser Leben verändern können. Sie lehnte die Chemotherapie ab.

Durch Affirmationen, Ernährung, Psychotherapie und Visualisierungen war der Krebs nach nur 6 Monaten komplett geheilt.

Bis zu ihrem Tod 2017 im Alter von 90 Jahren inspirierte sie Millionen von Menschen und verhalf ihnen zu einem besseren Leben.

Ihr Verlag „Louise Hay House“ bietet viele tolle Bücher, Apps, sowie unter anderem einen Affirmations-Kalender via E-Mail an.

Meine Erfahrungen mit Affirmationen

Ich bin ein absoluter Fan von Affirmationen und nutze sie, wann und wo es nur geht, egal für welchen Anlass.

Wann ich die Affirmationen für mich aktiv zum ersten Mal entdeckt habe, weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich weiß nur noch, dass ich ihnen selbst eher etwas skeptisch gegenüberstand.

Umso überraschter war ich, als es wirklich funktionierte.

Sie lassen sich einfach anwenden und leicht in den Alltag integrieren.

Selbst wenn es sich nicht um einen tief sitzenden negativen Glaubenssatz handelt, den du auflösen möchtest, auch wenn es nur etwas Kleines ist, was innerlich an dir kratzt, sind sie eine wunderbare Unterstützung.

Nimm ein paar tiefe Atemzüge, sage dir die gewählte Affirmation 10x vor (laut oder leise im Kopf) und du wirst merken, dass es dir besser geht.

Mir hilft es z.B. mich weniger aufzuregen, wenn ich die folgende Affirmation nutze: „Ich lasse jetzt alles los, was ich nicht ändern kann“.

Lesetipp: Wie du deine negativen Glaubenssätze erkennst

Fazit

Richtig angewendet sind Affirmationen eine wunderbare Form des Selbstcoachings und können dein Leben positiv verändern.  

Natürlich reicht es nicht aus die Affirmationen einfach nur aufzusagen und darauf zu hoffen, dass sich schlagartig alles ändern wird.

Man sollte auch weitere Aktionsschritte tätigen – z.B. bei dem Wunsch danach den Traumjob zu bekommen, gehört natürlich auch dazu, dass du dich ins Zeug legst. Bedeutet: Recherche betreiben, ein tolles Anschreiben mit aussagekräftigem Lebenslauf zu formulieren und dich umfassend auf das Gespräch vorzubereiten.  

Wie habe ich mal so schön in einem Buch gelesen – Es reicht nicht aus sich nur vorzustellen, dass man den Bus noch kriegt und dann langsam weiterläuft. Die Kunst des positiven Denkens liegt darin, sich fest vorzustellen, wie man den Bus noch erwischt und dann die Beine in die Hand nimmt und losrennt.

Denn nichts bewegt sich bis du es tust!

Deine Julie

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