5 Rituale für deinen Jahresabschluss

5 Rituale – um dein Jahr kraftvoll abzuschließen

In dem heutigen Post geht es darum was es für Rituale und Routinen gibt, um dich noch in diesem Jahr von deinen Altlasten zu verabschieden und voller Kraft und Energie ins neue Jahr zu starten.

Viele der Rituale kannst du das ganze Jahr über anwenden, um dich von alten Dingen, die dich blockieren oder zurückhalten zu trennen, loszulassen und voller Dankbarkeit und Zuversicht in die Zukunft zu blicken.

Aber was sind eigentlich Rituale?

Rituale sind Handlungen die meist nach festen (vorgegebenen) Regeln erfolgen und einen hohen Symbolgehalt mit sich tragen. Diese Handlungen werden oft durch das gesprochene Wort und Gesten unterstützt.

Rituale geben uns eine gewisse Sicherheit, binden uns in die Gesellschaft ein und begleiten uns durch unser Leben. 

Auch kleine Alltagsrituale wie z.B. Zähneputzen, der morgendliche Kaffee oder auch das „Bett fertig“ machen helfen uns dabei unsere Umwelt zu strukturieren.

Sie helfen uns den Abschied leichter zu machen wie z.B. mit der Schulabschlussfeier, dem Ausstand, bis hin zur Beerdigung.

Rituale leiten aber auch freudige Ereignisse ein wie z.B. die Trauung, die Taufe oder auch das jährliche Weihnachtsfest.

Auch der letzte Monat des Jahres läd dazu ein, sich mit ein paar Ritualen zu beschäftigen.

Gerade das Jahresende stellt eine gute Zeit dar um sich nochmal zu besinnen, innezuhalten, zurückzuschauen und sich auf das nächste Jahr vorzubereiten.

Hier möchte ich dir nun noch ein paar schöne Rituale zum Jahresabschluss vorstellen, damit du kraftvoll, frisch und voller Energie ins neue Jahr starten kannst.

#1 Sprich Dankbarkeit für deine Top 10 aus

Kaufe dir 10 schöne Postkarten und sende sie an deine 10 Lieblingsmenschen.

Bedanke dich für dieses Jahr und „sage“ ihnen, dass du glücklich bist, dass sie in deinem Leben sind.

Dann schicke sie ab.

Eigentlich wissen wir ja genau wer uns wichtig ist und am Herzen liegt – jedoch sagen wir es nur viel zu selten.

Und wer schreibt heutzutage noch Postkarten, um einfach mal Danke zu sagen?

Zum einen hältst du dir nochmal vor Augen, wer wirklich die wichtigsten Menschen in deinem Leben sind und wie dankbar du dafür bist sie um dich herum zu haben und zum anderen bereitest du diesen Menschen eine super schöne Überraschung.

Denn es tut immer gut, Wertschätzung für die Person die man ist zu erhalten.

Zudem hat die Wissenschaft schon längst bewiesen, dass es auch dir gut tut dich in Dankbarkeit zu üben.

Neben den Gesundheitsbenefits, die wir von der Ausübung der Dankbarkeit haben, lässt es uns auch optimistisch in die Zukunft blicken.

Und, ich bin mir ganz sicher, dass du ebenfalls ein paar schöne Rückmeldungen erhalten wirst, die auch dir sehr gut tun werden.

#2 Schreibe einen Brief an dein zukünftiges „Ich“

Schreibe einen Brief an dein „Ich“ in 6 Monaten.

  • Was würdest du dir gerne sagen?
  • Was denkst du oder hoffst du, wo du bis dahin stehen wirst?
  • Was ist deine Erwartungshaltung an dich selbst?
  • Möchtest du dir vielleicht Mut zusprechen?

Schreib alles rein was du deinem zukünftigen Ich gerne sagen möchtest.

Dann stecke den Brief in einen Umschlag, schreibe deine Adresse drauf und versehe ihn mit einer Briefmarke.

Nun hast du 3 Möglichkeiten:

  1. Gib den Brief an eine Person deines Vertrauens, die zuverlässig ist, mit der Bitte diesen Brief in einem halben Jahr zur Post zu bringen. Am besten gibst du der Person ein genaues Datum vor, das macht es einfacher.
  2. Du kannst diese Idee des Briefes ans zukünftige „Ich“ auch gemeinsam mit der Person deines Vertrauens umsetzen, ihr tauscht die Briefe dann aus und schickt sie euch in einem halben Jahr zu.
  3. Falls es niemanden geben sollte, dem du den Brief anvertrauen möchtest, kannst du ihn auch einfach bei dir in den Schrank legen, dir eine Erinnerung im Handy setzen und in einem halben Jahr wieder hervorholen.

Zum einen ist es immer total schön so einen Brief zu lesen, zum anderen aber auch witzig nach einem halben Jahr so einen Brief von dir selbst zu bekommen und nochmal Revue passieren zu lassen, wie man vor einem halben Jahr über sich selbst gedacht hat.

Eventuell steckst du zu diesem Zeitpunkt auch gerade in einer Situation, in der du ein paar wohlwollende Wort von dir selbst gut gebrauchen kannst.

Manchmal haben wir ja so Zeiten, in denen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen – da kann dich so ein Brief von dir selbst schon mal wachrütteln.

Warum du den Brief nach 6 Monaten und nicht nach einem Jahr versenden solltest? Damit du die Chance hast dir einen Ruck zu geben und nochmal richtig Gas zu geben, solltest du vom Weg abgekommen sein bzw. noch nicht so weit sein, wie geplant.

#3 Schreibe einen Brief an die Person, der du vergeben möchtest

Fotocredit: Trent Szmolnik on Unsplash

Im letzten Artikel ging es ja darum, dass du dir bewusstmachen sollst, von wem du dich emotional trennen und endlich loslassen möchtest.

Nun kommst du ins Handeln!

Nimm dir einen großen Block und einen Stift und schreib dir alles von der Seele, was du dieser Person zu sagen hast – mit direkter Anrede!

Und ich meine wirklich alles!

  • Was dich geärgert hat
  • Warum diese Person dir Unrecht getan hat
  • Wie sehr dich das Ganze verletzt hat
  • Wie sie nur dein Vertrauen so missbrauchen konnte
  • Warum es jetzt an der Zeit ist Abschied von ihr zu nehmen

Hier ist nicht die Rede von einer DIN A5 Seite. Sondern schreib alles runter – so lange, bis du wirklich das Gefühl hast, dass sich in dir etwas löst.

Und wenn du dann soweit bist schreib dazu, dass du dieser Person vergibst und sie nun loslässt. Aber wirklich erst wenn du das Gefühl hast, dass du deine Worte auch wahrmachen kannst. Sonst bringt das Ganze nichts.

Nun hast du folgende Möglichkeiten

  1. Du verbrennst diesen Brief und verstreust die Asche im Wind (oder im Garten)
  2. Du zerreißt ihn in viele kleine Stücke und sollte es bei dir in der Nähe einen Fluss, Bach oder See geben, kannst du ihn auch da hineinwerfen

Dann nimm dir einen weiteren Moment für dich und überlege:

  • Was hast du aus dieser Situation oder von diesem Menschen gelernt?
  • Wenn es so etwas gibt wie das „Gute am Schlechten“, was könnte es gewesen sein? Gab es irgendetwas positives was die Sache bzw. der Mensch mit sich gebracht hat?
  • Hast du durch diese Person eventuell auch tolle Leute kennengelernt, die jetzt fest in deinem Leben verankert sind?
  • Oder hat dich diese Person zu einem Hobby gebracht, das du vorher noch nicht ausgeführt hast?
  • Hat dich diese Person vielleicht sogar dazu gebracht mal über dich selbst und deine Handlungen nachzudenken und hast du aus diesem Grund damit begonnen an dir zu arbeiten? 
  • Wie hilft dir diese Erfahrung jetzt in deinem zukünftigen Leben weiter?

Gerne kannst du diese Reflektion auch schriftlich durchführen. Denn wie du weißt –  das Geschriebene verankert sich besser in deinem Kopf und du kommst mit deinem Gedankengang nicht vom Weg ab.

#4 Das Ho’oponopono Ritual

Die Hawaiianer sehen Vergebung als den Schlüssel zur Heilung an.

Von ihnen stammt auch dieses uralte Vergebungsritual durch das Konflikte „korrigiert“ werden können.

Es besteht aus den folgenden 4 Sätzen:

  • Es tut mir leid
  • Bitte verzeih mir
  • Ich liebe dich
  • Danke

Du kannst diese Sätze auch in Verbindung mit dem oben beschriebenen Brief (an die Person, der du vergeben möchtest) nutzen.

Während du den Zettel verbrennst, sage dir diese vier Sätze immer wieder laut (oder im Inneren) nacheinander auf.

Du kannst auch die Augen schließen und dir vorstellen, dass die Person in diesem Moment genau vor dir steht.

Wiederhole sie so oft bis du merkst, dass du wirklich losgelassen hast.

Zugegebenemaßen war ich diesem Ritual erst auch ein bisschen skeptisch gegenüber –  immer dieser Hokuspokus mit Liebe, Vergebung, Loslassen, das ist ja auch nicht jedermanns Sache.…

Aber dann bin ich bei meiner Recherche auf den Artikel von Ulrike zum Ho’oponopono Ritual gestoßen – ich finde, keiner hat es so schön beschrieben wie sie.

Durch den Artikel konnte ich das ganze Ritual besser verstehen und etwas für mich daraus gewinnen.

Sollte dich das Thema interessieren, kann ich dir nur empfehlen hier mal reinzuschauen.

# 5 Das Wunschritual und die Rauhnächte

RUHNÄCHTE
Fotocredit: Luz Mendoza on Unsplash

In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember eines jeden Jahres beginnt sie, die Zeit der Rauhnächte. Es ist eine magische Zeit, voller Märchen, Mythen und Legenden.

Diese Nächte (und Tage) dienen dazu zur Ruhe zu kommen, den Blick nach innen zu richten, auf das vergangene Jahr zurückzuschauen, altes loszulassen und dich auf das neue Jahr vorzubereiten.

Es gibt unendlich viele Mythen, Sagen und Legenden über die Rauhnächte – darüber was man unbedingt tun sollte und was nicht. Dabei stößt man auch auf viele Märchen und bei manchen habe ich beim Lesen ganz kurz das Genick eingezogen.

Hier möchte ich dir einen kleinen Überblick dazu geben, um was es sich bei den Rauhnächten handelt. Anhand dessen kannst du dann entscheiden, ob du das Ganze mal ausprobierst.

Ursprünglich stammen die Rauhnächte von den Kelten und Germanen ab.

Damals haben diese, um die Differenz zwischen dem Mond- (354 Tage) und dem Sonnenjahr (365 Tage) aufzufüllen, den Kalender mit 11 Schalttagen (also 12 Nächten) vervollständigt.

In der damaligen Zeit wurden diese Tage genutzt, um mit der Familie zusammen zu kommen, sich Geschichten zu erzählen, zu feiern, Orakel zu befragen und Haus und Hof auszuräuchern, um sich von bösen Geistern frei zu machen und vor Dämonen zu schützen.

Daher ist eine der Vermutungen bezüglich der Namensherkunft auch, dass die Rauhnächte ihren Namen von dem „Räuchern“ haben.

Da diese Schalttage weder zum einen (Mondjahr) noch zum anderen Jahr (Sonnenjahr) gehören, existieren sie quasi nicht.

Man sagt, dass in dieser Zeit das Tor „zur anderen Welt“ weit offensteht und die Naturgesetze außer Kraft gesetzt sind.

Die Rauhnächte stehen symbolisch für die 12 Monate im kommenden Kalenderjahr, also beginnend mit der ersten Nacht vom 24. Dezember, welche für den Januar steht.

In diesen 12 Nächten bzw. auch den Tag über solltest du ganz bewusst auf deine Impulse und auch deine Träume achten. Denn man sagt, dass die magischen Nächte einem die Ereignisse für den jeweiligen Monat voraussagen.

Am besten legst du dir ein Notizbuch neben das Bett, damit du am Morgen immer gleich aufschreiben kannst, was du geträumt hast.

Auch deine Gedanken und Impulse für jeden jeweiligen Tag (bzw. die Nacht) kannst du darin festhalten.

So hast du die Möglichkeit dich im kommenden Jahr jeden Monat nochmals damit zu beschäftigen, welche Impulse du für den jeweiligen Monat hattest.

Ein sehr schönes Ritual zu den Rauhnächten habe ich bei Tanja von dem HerzBauchWerk gefunden. Es nennt sich das Wunschritual und funktioniert folgendermaßen:

Du schreibst dir für das kommende Jahr 13 Wünsche jeweils auf einen kleinen Zettel. Die kleinen Zettel „zerknüllst“ oder faltest du dann so zusammen, dass du die Wünsche nicht mehr lesen kannst und bewahrst sie in einer kleinen Schachtel oder Box auf.

In der ersten Rauhnacht (vom 24. Auf den 25.12.) beginnst du damit, den ersten Wunsch zu verbrennen.

In den weiteren elf Nächten verbrennst du nach und nach jeweils einen weiteren Wunsch.

Mit dem Verbrennen der Wünsche übergibst du diese quasi an das Universum und bittest es um Unterstützung bei der Erfüllung.

Der letzte Zettel, der übrigbleibt, gehört dir. Den darfst du dann am 5. Januar öffnen (Ende der Rauhnächte).

Das ist der Wunsch, für den du im neuen Jahr die Verantwortung übernehmen darfst – Die Verantwortung, dass er in Erfüllung geht.

Dieses Ritual hat mir besonders gut gefallen und aus diesem Grund werde ich es dieses Jahr auf jeden Fall mal ausprobieren!

Weitere Rituale wie z.B. das Räuchern, sowie eine detaillierte Erklärung der Rauhnächt findest du sehr schön beschrieben auf Tanjas Blog HerzBauchWerk.

Fazit

So – das waren sie nun, meine 5 Rituale zum Jahresabschluss.

Ich hoffe, dass du ein paar neue, hilfreiche Erkenntnisse für dich gewinnen konntest und auch einige davon umsetzen wirst.

Denn du weißt ja: Nichts bewegt sich, bis du es tust!

Und denk dran, oft bekommen wir im Leben eine Lektion so oft wieder vorgesetzt, bis wir sie gelernt haben.

Also nutze die Rituale für dich, um dich von all dem Schlechten in diesem Jahr zu trennen, loszulassen, die Fehler als Chancen zu nutzen und das nächste Jahr zum besten Jahr deines Lebens zu machen!

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

Deine Julie

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