Selbstbewusstsein

8 Gründe, warum ein starkes Selbstbewusstsein dein größtes Plus ist

Wenn wir gefragt werden „Was sind deine Stärken“ – dann würde wohl keiner von uns antworten – „Mein Selbstbewusstsein“.

Darüber hinaus würden die meisten wahrscheinlich nicht einmal von sich behaupten, dass sie überhaupt ein gutes Selbstbewusstsein haben.

Das beginnt schon damit, dass wir das Wort Selbstbewusstsein umgangssprachlich zweckentfremden.

Denn was bedeutet Selbstbewusstsein eigentlich?

Es bedeutet sich seiner selbst bewusst zu sein. Wenn wir aber das Wort Selbstbewusstsein umgangssprachlich verwenden, dann sprechen wir meist von Selbstsicherheit.

Wenn jemand den Raum betritt und ganz selbstsicher auftritt, mit gerader Haltung und fester Stimme, dann bewundern wir sein Selbstbewusstsein, wobei wir eigentlich sein sicheres Auftreten meinen.

Dieser Artikel handelt aber nicht davon, wie du mit stolz geschwellter Brust und total selbstsicher einen Raum betrittst und deine Schüchternheit überwindest, sondern, warum dein Selbstbewusstsein wirklich zu einer deiner größten Stärken werden sollte.

Warum ist Selbstbewusstsein so machtvoll?

Zum einen, weil wir direkten Einfluss darauf nehmen können und zum anderen, weil es eine Reihe an positiven Kettenreaktionen auslöst.

Wenn man das mit Äußerlichkeiten vergleicht, dann ist das so ein bisschen wie beim Sport. Wenn du z.B. übergewichtig bist und damit beginnst regelmäßig Sport zu treiben, dann nimmst du ja meist nicht nur ab, sondern, du stellst auch deine Ernährung um, entwickelst einen gesünderen Lebensstil, kleidest dich neu ein, gewinnst mehr Selbstsicherheit, hast mehr Energie etc.

Genauso ist es bei deinem Selbstbewusstsein.

Dir selbst über dich, deine Gedanken, deine Gefühle und dein Handeln bewusst zu sein ist eine unheimlich wertvolle Möglichkeit dein ganzes Leben im positiven Sinne zu verändern.

Aber nun möchte ich dich nicht länger auf die Folter spannen – los geht’s.

8 Gründe, warum ein starkes Selbstbewusstsein dein größtes Plus ist

#1 Du kennst deine Stärken und deine Schwächen

Sich seiner Stärken und Schwächen bewusst zu sein, bedeutet vor allen Dingen eins – und zwar, dass du damit arbeiten kannst.

Wenn du dir deiner Stärken bewusst bist, dann kannst du sie einsetzen und noch weiter ausbauen.

Auch bei deinen Schwächen kommt dir das zugute. Wo viele gerne wegschauen und ungern zugeben, wo sie liegen, siehst du genau hin und bist dir dessen bewusst.

Somit kannst du für dich entscheiden, wie du es angehen möchtest. Entweder du akzeptierst sie so wie sie sind, nimmst sie an und stehst dazu – frei dem Motto: Das ist ebenso, damit kann ich leben. Oder du arbeitest daran.

#2 Du bist dir über deine Gefühle bewusst und darüber wie du auf gewisse Situationen reagierst

Wie gehst du mit Ungerechtigkeit um? Mit Rückschlägen? Mit Zurückweisung?

Ein gutes Selbstbewusstsein macht auch genau das aus, dir ist bewusst, wie du in manchen Situationen reagierst und weißt, woher deine Gefühle kommen.

Achtung: Das heißt nicht, dass du z.B. Zurückweisung plötzlich total klasse findest und es dir nichts mehr ausmacht – absolut nicht.

Einen sehr passenden Spruch, den ich mal gehört habe lautet „Wissen schützt nicht vor dem Schmerz“.

Aber du bist dir deiner Reaktionen bewusst und kannst dann da ansetzen.

Du weißt z.B., dass du gleich einen Klos im Hals bekommst, deine Stimmung sinkt, du dich niedergeschlagen fühlst etc. aber genauso weißt du dann auch, was dir dabei helfen wird diese Gefühle schneller durchzustehen. Wie z.B. schreiben, spazieren gehen, dich mit einer Freundin aussprechen, die Gedanken umkehren etc..

#3 Du weißt, was dich antreibt und motiviert

Du kennst deine Trigger – die negativen, sowie die positiven. Du weißt genau was dich in die richtige Stimmung versetzt, was dir ein Lächeln auf die Lippen zaubert, sowie dir die nötige Kraft und Energie gibt.

Sei es ein Video, ein Podcast, ein Gespräch mit deiner besten Freundin, eine Runde Sport oder was auch immer, du weißt es genau und kannst es dann einsetzen, wenn du es am meisten brauchst.

#4 Selbstbewusstsein – Du kennst deinen Wert

Das ist so ein unheimlich wichtiger Punkt. Du hast ein gutes Selbstwertgefühl, sprich du bist dir deines Wertes absolut bewusst und weißt auch wer ihn bestimmt – und zwar allein du!

Du brauchst keine teuren Klamotten, kein schickes Auto oder einen Spitzenjob, um vor anderen gut dazustehen. Nein.

Du weißt genau, wer du bist und was du für menschliche Qualitäten zu bieten hast.

Und wem das nicht ausreicht – nicht dein Problem.

Buchtipp: Starkes ICH: Mein Weg zu mehr Selbstwertgefühl*

#5 Du vertraust deiner Intuition

Du hörst auf deine innere Stimme und folgst deinem inneren Kompass.

Wie oft hat dich deine Intuition in Wirklichkeit schon enttäuscht?

Lass mich raten – eher selten. Meist ist es doch anders herum: Wir hatten so ein Bauchgefühl, haben nicht darauf gehört und siehe da, am Ende hat es sich mal wieder als richtig herausgestellt.

Je öfter dir so etwas nämlich passiert, desto weniger kannst du deine Augen davor verschließen und bist eher dazu bereit hinzuschauen.

#6 Du bist dir deiner Gedanken bewusst

Wir sind alle nur Menschen und negative Gedanken sind ganz normal, auch bei den noch so positiven Optimisten.

Das Tolle bei einem gut ausgeprägten Selbstbewusstsein ist aber, dass du dir auch deiner Gedanken bewusst bist.

Wir kreieren unsere Gedanken, die wiederum kreieren unsere Gefühle und diese haben wiederum Einfluss auf unser Handeln.

Wenn du nun also negative Gedanken hast und dir dessen bewusst bist, kannst du ihnen den Wind aus den Segeln nehmen, bevor du in den negativen Gedankenstrudel hineintauchst und komplett darin versinkst.

Das wiederum löst dann nämlich wie beim Domino eine Kettenreaktion aus: Gedanken – Gefühle – Handeln – Gedanken – Gefühle – Handeln.

Indem du dir deiner negativen oder zweifelnden Gedanken bewusst bist und sie auch mal hinterfragst, lösen sie sich auch mal schnell in Wohlgefallen auf.

#7 Du verstehst, dass du durch einen Perspektivwechsel deine Denkens-Art verändern kannst

Reframing nennt man das im Coaching. Das Ganze in einem neuen Rahmen sehen.

Ich liebe diese Filme, die aus verschiedenen Blickwinkeln ablaufen. Im einen Moment denkt man noch „Was? Was soll das denn? Absolute Frechheit, was ein Hallodri!“ und im nächsten Moment, aus der anderen Perspektive gesehen, hegt man plötzlich tiefstes Mitgefühl für diese Person.

Dir ist bewusst, dass du Situationen nicht immer nur aus einem Blickwinkel beurteilen kannst, sondern aus mehreren.

Du kannst dich in andere Menschen hineinversetzen und somit Dinge besser verstehen.

Es gibt kein Schwarz-Weiß-Denken für dich, sondern dir ist bewusst, dass eine Geschichte mehrere Seiten haben kann.

#8 Du merkst, wenn es hakt und weißt was du ändern musst

Ein gutes Selbstbewusstsein bedeutet auch, dass du dich sehr gut kennst. Du weißt wie du tickst und du weißt auch, ob du in deiner Mitte bist.

Wir haben ja alle mal solche Tage, an denen wir merken – heute bin ich einfach nicht ich selbst.

Sollte dies einmal ein anhaltender Zustand sein, so wird dir das aber schnell bewusst. Du merkst, wo der Schuh drückt, da du deine Gedanken, deine Gefühle und deine normalen Handlungen kennst.

Eine Selbstreflexion ist hier eine wunderbare Methode um wirklich mal genauer hinzusehen, was denn da nicht in Ordnung ist. Und dann kannst du ansetzen, um die gewünschte Änderung vorzunehmen. 

Lesetipp: Selbstreflexion – Der Schlüssel zu dir selbst

Selbstbewusstsein dein größtes Plus Fazit

So und was heißt das nun? Die selbstbewussten Leute haben nie wieder Probleme in ihrem Leben?

Keineswegs – sie wissen einfach nur besser mit Herausforderungen umzugehen und gewinnen eine andere Sichtweise auf das Leben, welche die Dinge so viel einfacher macht.

Viele fragen mich, ob ich alles, was ich in meinem Blog schreibe, immer zu 100% so umsetze.

Nein, natürlich nicht. Ich geb mein Bestes. Aber auch ich bin nur ein Mensch und auch ich bin mal wütend, sauer, zickig, grüble nach, mache mir Sorgen, habe Angst, reagiere anders als gewünscht etc..

Dennoch gebe ich nicht auf und versuche jeden Tag an meinem Selbstbewusstsein zu arbeiten. Und ich kann dir gar nicht sagen, wie viel einfacher es das Leben macht.  

Du beginnst einfach eine ganz andere Denkweise zu entwickeln und das öffnet dir jedes Mal neue Türen und zeigt dir weitere Möglichkeiten im Leben auf.

Und genau da will ich auch dich hinbringen.

Es geht nicht darum, dass wir perfekt werden in all dem was wir tun.

Es ist ein ewig andauernder Prozess, in welchem wir uns ständig weiterentwickeln und neue, wunderbare Methoden, Tipps und Ideen entdecken, die unseren Weg einfacher gestalten.

Wir sind gemeinsam hier, um zu lernen und zu wachsen.

Allein ist man stark, gemeinsam unschlagbar. 🙂

Deine Julie

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1 Monat zuvor

Liebe Julie,

gefällt mir ausgesprochen gut!!

Insbesondere, dass Du zugibst ein Mensch zu sein und dass auch bei Dir mal was daneben geht.

So isses eben ab uns zu!

Frohe Pfingsten,

Jürgen Hopp

🙂

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