Krise als Chance nutzen

Wie du die Krise als Chance für dich nutzt

Aktuell sieht die Situation für viele nicht so rosig aus – leider. Nichtsdestotrotz sollte man den Kopf nicht allzu früh in den Sand stecken, sondern versuchen das Beste aus der Situation zu machen.

Eine Krise gibt einem auch immer die Gelegenheit für einen Neuanfang.

Auch wenn die aktuelle Situation für dich mehr als demotivierend zu sein scheint, versuche deine kleinen positiven Ansätze darin zu finden.

Denn jetzt ist eigentlich die beste Zeit für einen kleinen Neustart bzw. um einen Plan dafür zu entwickeln.

Heute möchte ich dir 4 Möglichkeiten vorstellen, die du aktuell für dich anwenden kannst, um die Krise als Chance zu nutzen.

#1 Nutze deine Zeit richtig

Viele sind jetzt Zuhause, was momentan nicht so prickelnd ist, da das meist auch mit einem geringeren Einkommen, bzw. sogar Arbeitslosigkeit verbunden ist.

Aber bevor du dir die Decke auf den Kopf fallen lässt, versuche einen Plan zu entwickeln, um deine Zeit richtig gut für dich zu nutzen.

Lese nicht wahllos irgendwas um die Zeit totzuschlagen und die Langeweile zu überbrücken.

Überlege gut oder brainstorme für einen Moment lang, was die Dinge sind, für die du dir schon lange mehr Zeit gewünscht hast, die aber ständig zu kurz kamen.

Hier findest du ein paar Beispiele, wie du die neu gewonnene Zeit für dich einsetzen kannst.

Bilde dich weiter

Bilde dich weiter
Fotocredit: Hamonazaryan1 on Pixabay

Eine gute Nachricht gibt es in der Krise: Glücklicherweise ist das Internet nicht gesperrt.

Die volle Bandbreite an Wissen steht dir hier zur Verfügung. Sei es als E-Books, Videos, Online-Kurse, Hörbücher, etc.

Das Internet hat alles zu bieten, was das Herz begehrt.

Nicht nur, dass es bereits viel Wissen im Internet gratis gibt, sondern gerade zu dem jetzigen Zeitpunkt sind viele Abos, sowie auch Bücher zu einem vergünstigten Preis zu erhalten, da auch die Industrie weiß, dass viele Menschen nun zu Hause sind und sich gerne mit nützlichen Dingen die Zeit vertreiben möchten.

Zu welchem Thema wolltest du dich schon immer mal besser informieren, bzw. dich intensiver damit auseinandersetzen?

Erwecke neue Projekte zum Leben

Gibt es da etwas, womit du schon länger beginnen wolltest?

Vielleicht deine Finanzen zu überarbeiten, dein eigenes kleines Business nebenbei zu starten, an einem Buch zu schreiben, etc.  

Dann ist nun die beste Zeit dafür.

Allerdings eins vorweg: Mach dir einen Plan. Denn wenn du einfach mal so drauf losmachst, kann es sein, dass du dich nach kürzester Zeit verzettelst und somit schneller die Lust verlierst.

Plane jeden Tag feste Zeiten für dein Projekt ein. Am besten mit der Pomodoro Technik.

Was das ist?

Nun, sie wird auch die 25/5 Regel genannt. Ich liebe sie und arbeite sehr gerne damit.

Du stellst dir den Wecker auf 25 Minuten und arbeitest die Zeit durch, ohne Unterbrechung. Dann machst du 5 Minuten Pause – holst dir was zu trinken, isst einen Snack oder was auch immer.

Dann gehst mit dem nächsten 25 Minuten Block weiter.

Diese Methode ist sehr effektiv, um möglichst lange aufnahmefähig und am Ball zu bleiben. So vergehen schnell mal 1,5 h wie im Flug und du bist immer noch fit und aufnahmefähig.

Beende unerledigte Dinge

Wer von uns hat sie nicht auch – unerledigte Dinge auf der To-do-Liste, die wir schon seit Längerem vor uns herschieben.

Jetzt wäre der Zeitpunkt doch günstig einige davon zu Ende zu bringen.

Schreib dir also alles auf, was du schon ewig vor dir herschiebst und nimm sie mit in deinen Plan auf.

Gerade so Sachen wie z.B. die Bilder der letzten Reise sortieren, dein E-Mail-Postfach ausmisten, sich nach günstigeren Anbietern (z.B. für Strom, Telefon usw.) umsehen, die Steuererklärung angehen und vieles mehr sind Dinge, die wir gerne mal ewig vor uns herschieben.

Selbst wenn du dir hierfür jeden Tag nur 5-15 Minuten einräumst, wirst du ein ganzes Stück weiterkommen und endlich mal einiges von der ewigen To-do-Liste streichen können.

Ausmisten

Das gehört auch zu den Dingen, die wir gut und gerne mal eine ganze Weile vor uns herschieben. Hat aber meiner Meinung nach einen eigenen Punkt verdient.

Mit der zusätzlichen Zeit, die dir aktuell zur Verfügung steht, kannst du dich einfach mal freimachen, von dem ganzen überflüssigen Zeug, was du so in der Wohnung oder im Keller herumliegen hast.

Seien es alte Klamotten, Schuhe, Bücher, Kleinkrams etc. Mach dich frei von den ganzen Dingen, die du schon seit ewigen Zeiten nicht mehr benutzt, trägst oder magst.

Mir persönlich macht es am meisten Spaß mit der KonMari-Methode* aufzuräumen. Ich liebe das Hörbuch einfach und höre es immer wieder gerne, während ich Zeug ausmiste, welches wir nicht mehr benötigen.

Hier noch einen extra Tipp: Vielleicht lassen sich ein paar der aussortierten Dinge ja im Anschluss noch verkaufen. Klar ist der aktuelle Zeitpunkt nicht der günstigste dafür. Allerdings kannst du die Sachen bereits aufbereiten, fotografieren und die Texte dazu verfassen. Sobald sich der Zustand dann wieder normalisiert hat, ist alles bereit, um sie ins Internet zu stellen und somit ein kleines Zusatzeinkommen zu generieren.

#2 Biete deine Hilfe an

Biete deine Hilfe an
Fotocredit: Stocksnap on Pixabay 4

Es ist wie es ist, auch wenn es uns gerade nicht so gut geht und die Welt sich im Ausnahmezustand befindet, ist es nun mal leider so, dass es immer noch jemanden gibt, dem es schlechter geht als uns.

Das ist leider Fakt und das sollten wir uns auch immer wieder vor Augen führen.

Es gibt viele alte Leute, die jetzt allein Zuhause sitzen, vielleicht Angst haben sich in die Öffentlichkeit zu wagen und auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Nicht nur sie, auch Familien, bei denen die Haupteinnahmequelle weggebrochen ist, trifft es erst mal hart.

Wenn es so jemanden bei dir in der Umgebung gibt, kannst du ja vielleicht beim nächsten Einkauf einfach mal ein bisschen mehr mit einkaufen und ein kleines Päckchen zusammenstellen und vorbeibringen.

Oder vielleicht einfach mal bei der älteren Dame aus der Nachbarschaft klingeln oder anrufen und ihr anbieten, dass du ihr gerne bei der Erledigung ihrer Einkäufe behilflich bist.

Eventuell gibt es ja auch jemanden in deinem Freundeskreis, der gerade auf Hilfe angewiesen ist, es aber nur ungern zugeben möchte.

Egal wer es ist, überlege, wem du heute noch deine Hilfe anbieten könntest.

Im Geben steckt eine unheimliche Energie, die beiden Parteien gut tut. Das Wichtigste daran ist einfach nur, dass es von Herzen kommt. Und gerade in so schwierigen Zeiten, sollten wir füreinander da sein.

#3 Übe dich in Dankbarkeit

Die beiden Nummern (#2 und #3) sind ganz nah miteinander verknüpft.

Indem du dir vor Augen führst, dass es immer noch mehr Leute gibt, die sich in einer schlechteren Situation wie du befinden, wird dir erst recht bewusst, wie viele Dinge es gibt, für die du dankbar sein kannst.

Am Besten greifst du dir umgehend ein Blatt Papier und einen Stift und schreibst 20 Dinge auf, für die du heute dankbar bist.

Natürlich kannst du das auch gerne ins Handy tippen. Hauptsache du tust es.

Solche Dankbarkeitsübungen verleihen uns nicht nur ein gutes Gefühl, sondern lassen uns auch optimistischer und zuversichtlicher in die Zukunft blicken, je öfter wir sie anwenden.

#4 Lerne mit deinem Geld umzugehen

Lerne mit Geld umzugehen
Fotocredit: Court Cook on Unsplash

Jetzt ist die beste Zeit, um zu lernen mit Geld umzugehen.

Spätestens jetzt haben alle von uns verstanden, von was die meisten Finanzberater predigen, wenn sie uns sagen, dass man immer 3 Monatsgehälter für die schlechten Zeiten auf der Seite haben sollte.

Gut, wer das nun nicht verwirklicht hat, dem hilft das jetzt auch nicht weiter – aber soweit erst einmal der Fakt und eine Lektion für die Zukunft.

Aktuell ist dein Gehalt vielleicht auch wie bei so vielen geschrumpft.

Du fragst dich wahrscheinlich, wie du damit überhaupt über die Runden kommen sollst.

Hier nur mal ganz auf die Schnelle ein paar Tipps, wie du vorgehen kannst.

  • Frage bei deinen Vermietern aus gegebenem Anlass nach einer Mietminderung für die nächsten Monate (du würdest dich wundern, wie viele aktuell darauf eingehen)
  • Checke deine Fixkosten und trage sie in ein Haushaltsbuch ein
  • Decke so dein Sparpotential auf, wie z.B.
  • Unnütze Abos kündigen
  • Zuhause essen statt Auswärts oder take away
  • Vergleiche aktuelle Verträge und schaue, ob es vielleicht günstigere Angebote gibt
  • Schaue welche Verträge du eventuell für das nächste halbe Jahr ruhen lassen kannst (wichtig: prüfe aber auch die Folgen – gilt also z.B. der Schutz in der Ruhephase auch)
  • Leg mit deiner Familie, Freunden oder Nachbarn zusammen und kauft lieber Großpackungen statt Einzel Packs – meist gibt es einen Mengenrabatt

Je besser du jetzt lernst mit dem wenigen Geld zu wirtschaften, desto mehr wird es dir in der Zukunft helfen mit deinem Geld auszukommen.

Versuche deine Kosten aktuell auf ein Minimum runterzufahren.

Wenn du es jetzt schaffst mit dem Geld auszukommen, dann wird es für dich viel einfacher sein, sobald es wieder besser läuft mindestens 20% im Monat zur Seite zu legen und dir erst mal einen kleinen Puffer (für welchen Traum auch immer) anzusparen.

Fazit

Ich weiß, dass wir uns aktuell in einer ungewissen Zeit befinden. Allerdings ist der Großteil von uns noch gesund, wir haben ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen. Das sollten wir nie vergessen.

Darüber hinaus ist mir auch bewusst, dass es manchmal nicht leicht ist den Optimismus bei dieser ganzen Panik, die die Medien verbreiten beizubehalten. Aber genauso wenig bringt es uns etwas uns verrückt zu machen.

Wir sollten die aktuelle Zeit nutzen, um uns wieder zu besinnen, was wir wirklich im Leben wollen, an welchen unserer Baustellen wir arbeiten möchten, einen Plan machen und loslegen.

Die beste Zeit, um an sich zu arbeiten ist immer JETZT. Aktuell sind die Konditionen dafür allerdings noch ein bisschen besser als sonst. 🙂

Also, mach das Beste draus und bleib gesund!

Deine Julie

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2 Jahre zuvor

Hi Julie,

sehr gute Punkte, die Du zusammengetragen hast.
Gefällt mir gut!
Einige kommen mir bekannt vor 😉

Weiter so konstruktiv und alle werden sich auf die NLs der Zukunft freuen.

Liebe Grüße
Jürgen Hopp
🙂
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